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SozialMarie Award 2018: Auszeichnung für das KWP-Projekt „Integration durch Lehre“

Am Dienstag, den 1. Mai 2018, wurde bei der diesjährigen SozialMarie-Preisverleihung im ORF-RadioKulturhaus das KWP-Projekt „Integration durch Lehre“ (2.000 Euro Preis) ausgezeichnet. Karl Amon, langjähriger ORF-Radiodirektor und Radio-Chefredakteur, übernimmt dieses Jahr den aktiven Ehrenschutz und wird das Projekt ein Jahr lang begleiten.

Die SozialMarie ist der älteste Preis für soziale Innovation in Europa und würdigt seit 2005 jährlich 15 hervorragende Projekte. Trägerin des Preises ist die Unruhe Privatstiftung, die im Jahr 2000 von Wanda Moser-Heindl und Friedrich Moser gegründet wurde. Zu den Vergabekriterien gehören neben dem Neuheitswert von Lösungen für soziale Probleme vor allem das Erreichen der jeweiligen Zielgruppen und die effektive Umsetzung. Damit stellt die SozialMarie ein erstklassiges Gütesiegel für gute und wirksame soziale Innovationen dar. „Die Häuser zum Leben werden ihrem Namen gerecht. Mit den tausenden dort arbeitenden und wohnenden Menschen aus den verschiedensten Ländern sind sie überaus geeignet, den jungen Asylsuchenden eine berufliche Perspektive zu geben ... In dieser Konkretheit ist Integration durch Lehre innovativ und leider nicht gewöhnlich. ...“, so die Begründung der SozialMarie-Jury für die Würdigung des Projekts.

 

„Ich freue mich sehr über die Auszeichnung und möchte mich bei der Jury für die Anerkennung unseres Projekts bedanken. Dank auch an alle, die tagtäglich dazu beitragen, dass Integration in den Häusern zum Leben nicht nur gelebt wird, sondern auch ein wegweisendes Modell für die Integration von unbegleiteten Flüchtlingen durch die Möglichkeit einer Kochlehre aufzeigt.“
Mag.a Gabriele Graumann, KWP-Geschäftsführerin

 

Dem Kuratorium Wiener Pensionisten-Wohnhäuser ist es sehr wichtig, jungen Menschen eine qualitativ hochwertige Ausbildung zu ermöglichen. Daher wurde ein umfassendes Lehrlingsausbildungsprogramm entwickelt. Das Ziel der strategischen Ausrichtung lautet einerseits sozialpolitische Verantwortung für die Ausbildung junger Menschen zu übernehmen. Andererseits gewinnt das KWP durch die Ausbildung von Lehrlingen auch an Aufmerksamkeit als attraktiver Arbeitgeber. Das KWP stellt durchgängig 100 Lehrstellen zur Verfügung. Ein Teil der Lehrstellen wird für leistungsschwächere Jugendliche zur Verfügung gestellt. So sind im gastronomischen Bereich von der Gesamtanzahl an Kochlehrlingen ein Viertel sogenannte „integrative Lehrlinge“. Neu ist die Integration und damit die Einbindung von unbegleiteten jugendlichen Minderjährigen und Asylsuchenden durch die Möglichkeit einer Kochlehre im KWP seit September 2016.

SozialMarie Award 2018
Foto: (c) Maximilian Rosenberger

 

2017, im zweiten Jahr des Projekts, ging das KWP dazu über, Jugendliche aus den klassischen Fluchtländern (Afghanistan, Syrien, Somalia), die teils mit Angehörigen ins Land gekommen sind, in das Projekt einzubinden. Die Jugendlichen bekommen zusätzlich Unterstützung in Form von Deutschkursen, Nachhilfeunterricht für die Berufsschule und beim Umgang mit diversen Behörden. Diese Förderung wird von MitarbeiterInnen des Unternehmens koordiniert und durchgeführt. Die Zielgruppe – derzeit insgesamt 10 Personen oder 10 Prozent aller KWP-Lehrlinge – wird durch Ausbildung im Betrieb und in der Berufsschule in das Projekt aktiv miteinbezogen. Zugleich ergeben sich viele positive Kontakte durch Aktivitäten in der Lehrlingsgruppe und durch den Austausch mit der inhomogenen Gruppe von insgesamt 4.200 KWP-MitarbeiterInnen, die aus über 60 verschiedenen Ländern kommen. Dabei wird Diversität im Alltag gelebt.

 

Es freut mich besonders, jungen Menschen, die zu uns gekommen sind, eine tolle Ausbildung anbieten und ermöglichen zu können. Das Schöne am Beruf des Kochs ist, dass man sich damit in Österreich aber auch international eine Zukunft aufbauen kann, die selbstbestimmt ist.
Robert Guschelbauer, Bereichsleiter Gastronomisches Management KWP

 

Lehrlinge erleben sich als wertvolle Mitglieder der Gesellschaft und des jeweiligen Teams, gewinnen Selbstwirksamkeitserfahrungen durch die Ausbildung bei KundInnen und KollegInnen, Vorurteile werden auf beiden Seiten abgebaut und der Horizont aller Beteiligten wird erweitert. Und es kann sich ein Imagewandel vollziehen: Statt als hilfsbedürftige EmpfängerInnen von Sozialleistungen wahrgenommen zu werden, werden die TeilnehmerInnen (auch in der Eigenwahrnehmung) als aktive, engagierte junge Menschen gesehen, die ihren Beitrag zum gesellschaftlichen Miteinander leisten und ihre professionellen Kenntnisse und sozialen Fähigkeiten noch weiter ausbauen. Sie sehen in eine Zukunft, statt in die Vergangenheit!

 

SozialMarie Award 2018
Foto: (c) Maximilian Rosenberger
SozialMarie Award 2018
Foto: (c) Maximilian Rosenberger
SozialMarie Award 2018
Foto: (c) Maximilian Rosenberger
SozialMarie Award 2018
Foto: (c) Maximilian Rosenberger

Weitere Informationen:
www.fluechtlingshilfe-kwp.at
www.sozialmarie.org/de/projects/7415
www.sozialmarie.org

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